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Trump mag diese Aktien nicht – Ihr Depot könnte sie lieben

  • Autorenbild: Harry Büsser
    Harry Büsser
  • 18. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Nachhaltigkeitsaktien hatten in den vergangenen Jahren einen schweren Stand. Politische Gegenwinde – etwa durch die neue US-Regierung – und eine gewisse „ESG-Müdigkeit“ haben dazu geführt, dass viele nachhaltige Werte aus den Depots geflogen sind. Fonds verzeichneten Abflüsse, Bewertungen sind gesunken, und medial dominieren andere Themen wie KI oder geopolitische Sicherheit.

Für langfristige Anleger kann genau das ein Vorteil sein: Wenn ein Trend nicht im Hype steht, sondern unter Druck ist, werden die Chancen oft sichtbarer als die Risiken. Und viele der Unternehmen, die früher als typische „ESG-Aktien“ galten, sind in Wahrheit vor allem eines: hochprofitabel, global führend und in strategisch wichtigen Zukunftsmärkten verankert – unabhängig davon, welche Schlagzeile gerade dominiert.

Die folgenden sieben Unternehmen erfüllen zentrale Kriterien moderner Qualitätsinvestments:

  • robuste Bilanzen und starke Cashflows

  • klarer Frauenanteil und Diversity-Ziele in der Führung

  • führende Positionen in bedeutenden globalen Megatrends

  • skalierbare Geschäftsmodelle

  • langfristige Nachfrage, die politischer Stimmung trotzt

Gerade weil Nachhaltigkeit an der Börse gerade „unmodern“ geworden ist, lohnt sich eine nüchterne Neubetrachtung dieser Titel.

1. Ørsted – Offshore-Wind als globale Infrastruktur

Ørsted betreibt eines der grössten Offshore-Windportfolios weltweit. Nach schwierigen Jahren mit hohen Zinsen und Projektabschreibungen ist das Unternehmen neu positioniert. Die langfristige Nachfrage nach erneuerbaren Energien bleibt stark – unabhängig vom politischen Tagesgeschmack.

2. Vestas – der Motor der weltweiten Windkraft

Vestas ist der führende unabhängige Windturbinenhersteller ausserhalb Chinas. Die globalen Ausbauziele für Windenergie liegen bis 2030 weit über dem heutigen Niveau. Kurzfristige politische Debatten ändern nichts daran, dass Energieunabhängigkeit ein strategisches Thema bleibt.

3. Schneider Electric – Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil

Energieeffizienz rechnet sich – auch ohne politisches Nachhaltigkeitslabel. Schneider Electric ist Weltmarktführer für Gebäudesteuerung, Automation und Energiemanagement. Unternehmen nutzen diese Lösungen, weil sie Kosten senken, nicht weil „ESG“ modern ist.

4. Novo Nordisk – medizinische Innovation mit langfristigem Wachstum

Mit Medikamenten gegen Adipositas und Diabetes prägt Novo Nordisk einen der grössten Gesundheitsmärkte der kommenden Jahrzehnte. Der langfristige Trend entsteht durch Demografie und medizinischen Fortschritt – völlig unabhängig von politischen Nachhaltigkeitsdebatten.

5. Ecolab – Wasser und Hygiene als globale Notwendigkeit

Ressourceneffizienz und sichere Wassersysteme sind kein Modethema, sondern harte Infrastruktur. Ecolab ist in diesem Bereich Weltmarktführer und wächst stabil, weil Industrie, Gastronomie und Gesundheitswesen diese Lösungen zwingend benötigen.

6. TSMC – Schlüsselunternehmen jeder digitalen Wirtschaft

TSMC fertigt die modernsten Chips der Welt und ist unverzichtbar für KI, Smartphones, Server, Autos und Medizintechnik. Auch TSMC investiert in Energieeffizienz und nachhaltige Produktion – aber entscheidend ist: Ohne TSMC funktioniert die technologische Zukunft nicht.

7. DSM-Firmenich – Ernährung, Biowissenschaft und Gesundheit

Der europäische Spezialist verbindet Biotechnologie, Ernährung und nachhaltige Inhaltsstoffe. Die Nachfrage steigt, weil Ernährung, Tierfutter und Gesundheit global neu gedacht werden müssen. Politische Moden ändern diesen strukturellen Trend nicht.

Warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt sein kann

Der wichtigste Punkt:Viele dieser Unternehmen sind nicht weniger relevant geworden – nur weniger beliebt.

  • Der politische Wind hat gedreht.

  • ESG ist aus den Medien verschwunden.

  • Anleger strömen lieber in KI und Rüstung.

  • Bewertungen in nachhaltigen Sektoren sind gesunken.

Das bedeutet:Qualitätsunternehmen, die vor drei Jahren als „überteuert“ galten, sind heute oft fair bewertet oder sogar unterbewertet – trotz unverändert starkem Geschäftsmodell.

In der Börsengeschichte gab es immer wieder Phasen, in denen ein Sektor „aus der Mode“ fiel, obwohl die fundamentale Entwicklung intakt blieb. Für langfristige Anleger waren das oft die lukrativsten Einstiegsphasen.

Fazit

Diese sieben Unternehmen sind keine Modeaktien.Sie sind globale Qualitätswerte mit soliden Fundamentaldaten, die von strukturellen Trends profitieren, egal ob das Etikett „Nachhaltigkeit“ gerade in Mode ist oder nicht.

Dass das Thema politisch unter Druck geraten ist, reduziert kurzfristig die Aufmerksamkeit – aber erhöht für geduldige Anleger die Chancen.

Gerade deshalb können diese Titel 2025/26 attraktiv sein.Nicht, weil sie im Rampenlicht stehen.Sondern, weil sie es im Moment nicht tun.


 
 
 

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